Tarifabschluss für Zeitschriftenredakteure

Die dritte Verhandlungsrunde zum Tarifabschluss für Zeitschriftenredakteure führte erstmals seit einem Jahrzehnt zu einem Tarifabschluss, der über der Inflationsrate liegt.

Hamburg, 26.11.2013 – Mit einem Abschluss für die rund 9.000
Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften endeten am Montag, 25.11.2013, die Tarifverhandlungen in Hamburg. Die Tarifpartner Deutscher
Journalisten-Verband, ver.di und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger
einigten sich in der dritten Verhandlungsrunde auf einen neuen
Gehaltstarifvertrag mit einer Laufzeit von 30 Monaten bis Ende März 2016.
Für den Dezember ist eine Gehaltserhöhung von 2,0 Prozent vorgesehen.
Die Auszahlung soll spätestens mit dem Februar-Gehalt erfolgen. Eine
weitere Gehaltssteigerung in Höhe von 1,9 Prozent wird im November 2014
fällig. Darüber hinaus vereinbarten die Tarifvertragsparteien, nach dem
Jahreswechsel in Gespräche über einen neuen Manteltarifvertrag
einzusteigen. Der bestehende Manteltarifvertrag bleibt bis auf Weiteres in
Kraft.

„Das Tarifergebnis bleibt zwar hinter unseren Erwartungen zurück, bedeutet
aber erstmals seit langem einen realen Einkommenszuwachs für die
Kolleginnen und Kollegen“, erklärte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring.
Erstmals seit einem Jahrzehnt sei es gelungen, einen Tarifabschluss über der
Inflationsrate zu erzielen. „Das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Wert
an sich“, sagte Döhring. Die vereinbarten Gehaltssteigerungen gäben den
Redakteuren Planungssicherheit für einen fest vereinbarten Zeitraum. Zudem
sei es gelungen, das Tarifsystem bis ins Jahr 2016 zu stabilisieren.
Das Tarifergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Gremien von DJV,
ver.di und VDZ. Als Erklärungsfrist wurde der 11. Dezember vereinbart. (djv)

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