Sparrunde der Verleger Absage erteilt

Ein klares „Nein“ für das Einkommensmodell der Zeitungsverleger, das auf ein Minus bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld von rund 20 Prozent hinauslaufen würde, lautet es von Belegschaft- und Gewerkschaftsseite.
Redakteurinnen und Redakteure bei der Kundgebung in Darmstadt am 17. Dezember 2013. Foto: Sonja Lehnert

Darmstadt, 17.12. 2013 – Mehr als 100 Redakteurinnen und Redakteure des Darmstädter Echos, der Frankfurter Neuen Presse und des Mannheimer Morgens zogen in Darmstadt gemeinsam vom Verlagsgebäude des Darmstädter Echos in die Innenstadt zum Luisenplatz. Verlagsgebäude des Darmstädter Echos war Treffpunkt am 17.12. 2013. Foto. Sonja Lehnert

Auch Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Bündnis 90/Die Grünen) richtete Worte der Solidarität und seiner Besorgnis an die Streikenden.

Ein klares „Nein“ für das Einkommensmodell der Zeitungsverleger, das auf ein Minus bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld von rund 20 Prozent hinauslaufen würde, lautet es von Belegschaft- und Gewerkschaftsseite. Nach wie vor halte der BDZV an seiner „Sparorgie“ fest, wie der stellvertretende Bundesvorsitzende des DJV, Michael Anger, zum Stand der Dinge am Vortag der 6. Verhandlungsrunde in  Berlin sagte. Es seien jetzt Monate des  „Pseudoüberlegens“ seitens des BDZV vergangen und fuhr fort, „wir haben konkrete Vorschläge, sechs Prozent mehr Gehalt, bzw. Honorar und Integration der Onliner in den Tarif“.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch verließ eine parlamentarische Sitzung, um seine Solidarität mit den Streikenden zu bekunden. Foto: Sonja LehnertOberbürgermeister Partsch nannte es eine elementare Frage der Demokratie, dass die Öffentlichkeit informiert werde. Wer tue das, wenn nicht professionelle Redakteurinnen und Redakteure? Und auf welchem Niveau? Einsparungen gingen immer zu Lasten des Qualitätsjournalismus. Auch wenn eine vordergründige Zeitungsvielfalt bestehen bliebe, sei keine Berichts- oder Meinungsvielfalt mehr gegeben, da Mantel-, Politik-, ja sogar Regionalteile zentral erstellt würden. Auch die Politik brauche ein qualifiziertes Gegenüber, Journalisten, die kritisch hinschauten. Um dies leisten zu können, müsse das Beschäftigungsverhältnis sinnvoll und existenzsichernd sein.

Mit Flugblättern und der Berichterstattung des Hessischen Rundfunks wurde über die Kundgebung hinaus eine breite Öffentlichkeit informiert. (sl)

 

Mehr als 100 Redakteurinnen und Redakteure gingen am 17. Dezember in Darmstadt auf die Straße. Fotos: Sonja Lehnert

 

 

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