Auch gestandene Fotografen waren überzeugt: „Ich kann etwas mitnehmen und ausprobieren. Die Anregungen sind im Berufsalltag gut unterzubringen,“ lautete das Feedback. Für diejenigen, die eher schreiben als fotografieren, gab es sowieso allerhand Neues.
Bernd Lammel, Vorsitzender des Landesverbands Berlin und seit Jahrzehnten im Bildjournalismus vorwiegend für Magazine tätig, spann den inhaltlichen Bogen von der Bildsprache, einem ausdrucksstarken Stil, der sich von den Mitbewerbern abhebt, zur Technik, die immer dazugehört.
Diesmal gehörten zum Seminarinhalt die unterschiedlich eingesetzten Lichtquellen, mit denen bei Porträts gearbeitet wird sowie die Messung von Umgebungs- und Blitzlicht und das Ermitteln der Farbtemperatur.
Beim Foto-Shooting kommt es darüber hinaus immer auf eine detaillierte Vorbesprechung an. Darunter fällt natürlich auch die Locationsuche mit einem Blick für die natürlichen Lichtquellen und den darauf abgestimmten Einsatz von Spot oder Softbox oder beidem oder der professionellen und rasch eingerichteten Drei-Punkt-Beleuchtung.
Welche Stile in der Fotografie gerade gefragt sind, findet Bernd Lammel zum Beispiel beim Durchblättern von Magazinen heraus. Viel wichtiger ist aber der eigene Stil, der die Individualität ausmacht. „Fotografen müssen die besseren Texter sein,“ sagte er, „indem sie die Lesenden oder Betrachtenden mit auf eine Gedanken- und Gefühlsreise nehmen.“ Tausendstel Sekunden genügen immerhin, um das Gehirn über Gefallen oder Nichtgefallen entscheiden zu lassen. Das ist sowohl für Print-, als auch für Online-Medien von erheblicher Bedeutung für die Gestaltung der Seiten.
Da die Nachfrage bei den hessischen DJV-Mitgliedern so groß war, wird sicher im nächsten Jahr wieder ein Seminar des Landesverbands daran anknüpfen.


