Chef des Schweizer Medienhauses Ringier schlägt Alarm

Europa verschlafe eine Medienrevolution, sagte Marc Walder im FAZ-Interview. Er brachte einen Fünf-Punkte-Plan aus den Gesprächen mit, die er in New York mit nahezu allen geführt hat, die zu der Branche etwas Relevantes zu sagen haben.
Marc Walder im Newsroom. Quelle © Ringier AG

Marc Walder im Newsroom. Quelle © Ringier AG

Diesen Plan legt er auch den deutschen Medienhäusern nah, denn „Wir hinken den Amerikanern bei der Digitalisierung unserer journalistischen Produkte um zwei Jahre hinterher“, sagt Walder im Interview mit der FAZ, „die europäischen Medien könnten alsbald von den Amerikanern überrollt werden, und zwar auch auf ihren Heimatmärkten.“

Walders Fünf-Punkte-Plan:

  1. Alles bewegt sich auf einen ausschließlich mobilen Zugriff auf unsere digitalen Angebote zu.
  2. Soziale Medien müssen viel stärker genutzt werden, um unsere Inhalte zu verbreiten.
  3. Es gelte, viel stärker auf Videoformate zu setzen als bisher.
  4. Die Werbung muss kreativer werden. Die sogenannte Display-Werbung im Internet ist – radikal gesagt – tot. Die Zugriffsraten für die Werbebanner rund um die Inhalte stimmen nicht, die Preise erst recht nicht. Es gelte, über kreative Formen gesponserter Inhalte nachzudenken.
  5. Weitere erhebliche Investitionen in die Technologie.

Marc Walder bringt in der Schweiz Erfolgstitel wie „Blick“, „Cash“ und „Cicero“ im Medienkonzern Ringier heraus.

 

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