Wiesbaden, 3. Februar 2014 – Die beiden Titel des Springer-Verlags Bild und Bild am Sonntag büßten bei Abos und im Einzelverkauf 7,8 bzw. 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, die Bild verlor damit über 192.000 Käufer. Im Vergleich zu den eindrucksvollen Zahlen der Bild von 2002 ist das ein Rückgang auf nur noch 2,31 Mio. verkauften Exemplaren von damals mehr als 4 Mio., wie in den neuesten Analysen des Autors Jens Schröder für den Mediendienst MEEDIA zu lesen ist.
Die F.A.Z., insgesamt mit 6,6 Prozent im Minus, schneidet in den beiden wichtigen Auflagenkategorien Abo und Einzelverkauf besser ab (-3,3 Prozent), weil hier zahlreiche sonstige Verkäufe und Bordexemplare abgebaut wurden und es somit eindeutig erfolgreicher verlief, als es der Gesamt-Rückgang vermuten ließe.
Das 36-Prozent-Plus der hessischen RheinMainMedia-GmbH und ihrer Regionaltitel (Frankfurter Neue Presse, Höchster Kreisblatt, Taunus Zeitung, Nassauische Neue Presse, F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allg. Sonntagszeitung Rhein Main, Mix am Mittwoch und MAINfeeling) sind allerdings kein echtes Plus: Es kommt zustande, weil im Gegensatz zum Vorjahr nun auch die Frankfurter Rundschau zusätzlich zu allen anderen Titeln mitgerechnet wird. Tatsächlich mit dem Vorjahr vergleichbare Zahlen wird es hier erst wieder im zweiten Quartal 2014 geben.
Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen erzielte Die Zeit das beste Ergebnis: Im Gesamtverkauf ging es für das Blatt um 0,7 Prozent nach oben, bei den Abos und im Einzelverkauf sogar um 1,4 Prozent. Insgesamt leicht im Plus, in den wichtigen Kategorien aber leicht im Minus ist die Welt am Sonntag, etwas deutlicher verloren hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Im Vergleich zu den Tageszeitungen geht es den großen Wochen- und Sonntagszeitungen, mit Ausnahme der erwähnten Bild am Sonntag, aber deutlich besser.
(Quelle: meedia.de/2014/01/21/zeitungs-ivw-bild-und-bams-verlieren-8/)
