Weitere Streiks beeinträchtigten Ausgaben der Tageszeitungen in Frankfurt

Gegen Zwei-Klassen-Gesellschaft gingen Redakteurinnen und Redakteure des Pressedienstes Frankfurt, der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse auf die Straße. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte selbstverständlich sein", hieß es von Gewerkschaftsseite.
Foto: Peter Jülich

Frankfurt, 11. April 2014 – Rund 40 Redakteurinnen und Redakteure  des Pressedienstes Frankfurt haben am vergangenen Freitag  mit einem eintägigen Warnstreik gegen die Zwei-Klassen-Gesellschaft bei der Frankfurter Rundschau protestiert. Die Journalistinnen und Journalisten  wiesen darauf hin, dass sie nicht nach dem Flächentarifvertrag für Tageszeitungen bezahlt werden, sondern rund ein Drittel weniger  verdienen als  ihre Kollegen, eine längere Wochenarbeitszeit haben und ihre Altersvorsorge alleine tragen müssen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte selbstverständlich sein“, hieß es von Gewerkschaftsseite.

DJV und ver.di  hatten den Geschäftsführer des Pressedienstes Frankfurt, Werner Funk, bereits mehrfach aufgefordert, in Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag einzutreten. Seit 2006 gibt es bei der Frankfurter Rundschau Redakteure zweier Klassen, zunächst waren die PDFler als Leiharbeiter angestellt. Jetzt wurden zwar  Arbeitsverträge mit der PDF vereinbart, die allerdings, wie oben beschrieben, schlechtere Konditionen als die der Koleginnen und Kollegen der Frankfurter Rundschau aufweisen.

Die Redakteure der PDF wurden bei ihrem Streik  unterstützt von  Kolleginnen und Kollegen der Frankfurter Neuen  Presse sowie dem Betriebsrat der Frankfurter Rundschau.

Gemeinsam zogen die  über 70  Streikenden  vom Verlagsgebäude durch Frankfurt zum DGB-Haus. Im Anschluss unterstützten die Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse wieder die streikenden Drucker der Societäts Druckerei in Mörfelden.

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