Frankfurt, 11. April 2014 – Rund 40 Redakteurinnen und Redakteure des Pressedienstes Frankfurt haben am vergangenen Freitag mit einem eintägigen Warnstreik gegen die Zwei-Klassen-Gesellschaft bei der Frankfurter Rundschau protestiert. Die Journalistinnen und Journalisten wiesen darauf hin, dass sie nicht nach dem Flächentarifvertrag für Tageszeitungen bezahlt werden, sondern rund ein Drittel weniger verdienen als ihre Kollegen, eine längere Wochenarbeitszeit haben und ihre Altersvorsorge alleine tragen müssen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte selbstverständlich sein“, hieß es von Gewerkschaftsseite.
DJV und ver.di hatten den Geschäftsführer des Pressedienstes Frankfurt, Werner Funk, bereits mehrfach aufgefordert, in Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag einzutreten. Seit 2006 gibt es bei der Frankfurter Rundschau Redakteure zweier Klassen, zunächst waren die PDFler als Leiharbeiter angestellt. Jetzt wurden zwar Arbeitsverträge mit der PDF vereinbart, die allerdings, wie oben beschrieben, schlechtere Konditionen als die der Koleginnen und Kollegen der Frankfurter Rundschau aufweisen.
Die Redakteure der PDF wurden bei ihrem Streik unterstützt von Kolleginnen und Kollegen der Frankfurter Neuen Presse sowie dem Betriebsrat der Frankfurter Rundschau.
Gemeinsam zogen die über 70 Streikenden vom Verlagsgebäude durch Frankfurt zum DGB-Haus. Im Anschluss unterstützten die Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse wieder die streikenden Drucker der Societäts Druckerei in Mörfelden.

