Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Frankfurt

Ehrungen, Berichte des Vorstands und der Fachausschüsse sowie die Delegiertenwahl zum Landesverbandstag am 19. Juli in Hanau standen auf der Tagesordnung am Abend des 15. Mai 2014. In der anschließenden Aussprache wurde engagiert diskutiert.
Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Frankfurt im Sitzungssaal des Hessischen Rundfunks. Foto: Sonja Lehnert

Frankfurt, 16.05 2014 - Im Sitzungssaal des Hessischen Rundfunks hatten sich zirka 40 Mitglieder des Ortsverbands Frankfurt getroffen, um über Aktuelles zu diskutieren und Neues von den Fachausschüssen zu hören. Nach den Ehrungen der langjährigen Mitglieder eröffnete Hans-Heinrich Matthiesen mit dem Fachausschuss Europa die Berichterstattung. Hauptthema im Bundesfachausschuss war die bevorstehende Europawahl. Matthiesen kündigte die Planung einer Fahrt nach Straßburg auf Landesebene an und berichtete über die Kontaktaufnahme zwischen Journalisten in China und dem DJV.

Der Fachausschuss Tageszeitungen, Zeitschriften und Agenturen wies auf die Zusammenarbeit der Wetzlarer- und Dill-Zeitung hin, der zwei Redaktionsstellen zum Opfer gefallen sind. Geschäftsführer Achim Wolf berichtete über die Tarifabschlüsse, die in Hessen nur noch für drei Verlage, das Darmstädter Echo, die Frankfurter Neue Presse und die Wetzlarer Zeitung gelten. Doch sei der Tarifvertrag auch maßgebend für zum Beispiel Haustarifverträge, wie sie derzeit bei dem Pressedienst Frankfurt (PDF) und der Oberhessischen Presse in Marburg geführt würden.

Rebecca Beerheide kündigte für den Sommer einen Stammtisch des Fachausschusses Betriebsräte und Chancengleichheit an, verwies aber gleichzeitig darauf, dass beim Ladesverbandstag der Antrag auf Trennung der beiden Bereiche gestellt würde.

Erich Mauracher wies auf die Studie und Umfrage unter Freien hin, die unter www.djv.de/umfragefreie abzurufen ist. Auch Knud Zilian sprach die Situation der Freien speziell beim Rundfunk an. Bei den vergangenen Tarifverhandlungen sei deutlich geworden, wie auch Intendanten eine Spaltung zwischen Feste und Freie treiben könnten. Vorsitzender Umberto Biagioni fügte noch die neuesten Einschränkungen bei der Einstellung von Volontären beim ZDF hinzu. Es dürften keine Geisteswissenschaftler mehr eingestellt werden, nur noch Naturwissenschaftler, Juristen und Betriebswissenschaftler (!).
Dem Fachausschuss Wirtschaft und Verwaltung lagen leider keine Neuigkeiten vor. Hier wäre es  wünschenswert, sich strategische Gedanken über Inhalte zu machen, da immer mehr klassische Journalisten in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig werden. Diesen (auch zukünftigen) Mitgliedern sollte im Verband Raum gegeben werden.

Die Delegiertenwahl brachte die folgenden Ergebnisse:

Delegierte OV Frankfurt für die Verbandstage des DJV Hessen 2014 und 2015 (gewählt am 15.5.2014).

1    Umberto Biagioni
2    Knud Zilian
3    Norbert Dörholt
4    Harro Menzel
5    Hans Heinrich Matthiesen
6    Claudia Bechthold
7    Rebecca Beerheide
8    Volker Hummel
9    Kerstin Klamroth
10    Barbara Goerlich
11    Michaela Schmehl
12    Renate Feyerbacher
13    Dr. Ina Knobloch
14    Dr. Lydia Polwin-Plass
15    Harald Henn
16    Wolfgang Kiesel
17    Kinza Khan
18    Erich Mauracher
19    Peter Schäfer
20    Uwe Bräunlich
21    Thomas Holzamer
22    Dieter Jaenicke
23    Ismail Tipi
24    F. Rainer Bechtold
25    Reiner F. Kirst
26    Charly Kahle

 

Norbert Dörholt, Umberto Biagioni und Claudia Bechthold in reger Diskussion (v.l.n.r.). Foto: Sonja LehnertAussprache

In der anschließenden Aussprache wurde engagiert diskutiert. Kerstin Klamroth stellte den Antrag, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PDF in ihrem Kampf gegen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in ihrer Redaktion vom DJV Hessen unterstützt werden. Dem Antrag stimmten die Anwesenden mit einer Stimmenthaltung zu.

Ein Mitglied wies auf die Inklusion hin, die in vielen Bereichen diskutiert würde und stellte die berechtigte Frage, ob im Verband Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen bestünden. Rebecca Beerheide bestätigte zwar, dass das Thema im Fachausschuss Chancengleichheit auf Bundesebene diskutiert würde, es aber noch keine praktische Umsetzung gebe. Umberto Biagioni kündigte an, das Thema auf dem Verbandstag anzusprechen, um die Mitglieder auf die Problematik aufmerksam zu machen und für das Thema zu sensibilisieren.

Ein kontrovers diskutiertes Thema war auch das Urheberrecht, das gerade unter den Freien aller Medien zu Auseinandersetzungen mit den Auftraggebern, bis hin zu rechtlichen Schritten führt.

Damit der Ortsverband ein lebendiger Teil des Journalistenlebens bleibt, wurden Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen gesammelt wie der Besuch der EZB, das nachzuholende Treffen mit dem Israelischen Generalkonsul oder ein Besuch der Uni Frankfurt anlässlich ihres 100jährigen Jubiläums. Vorschläge nimmt der Ortsverband gerne auf. Alle Veranstaltungen, zum Beispiel auch der Süddeutsche Journalistentag am 14. Juni 2014 in Stuttgart, werden auf der Homepage angekündigt.

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