Nord-Verleger akzeptieren Tarifverträge für Redakteure

Hamburg, 12.08.2014 – Die Warnstreiks der Kolleginnen und Kollegen waren erfolgreich: Es waren wieder 100 Redakteure und Volontäre der Lübecker Nachrichten, der Kieler Nachrichten, der Ostsee-Zeitung und der Dithmarschen Landeszeitung zusammengekommen, um zu protestieren, während sich in Hamburg Vertreter der Gewerkschaften DJV und ver.di zur zweiten Tarifrunde mit dem Verband der Zeitungsverleger Norddeutschlands (VZN) trafen.
„Ein Tarif für alle!", forderten Redakteurinnen und Redakteure im Norden - und hatten Erfolg. Foto: Sonja Lehnert

„Ein Tarif für alle!", forderten Redakteurinnen und Redakteure im Norden - und hatten Erfolg. Foto: Sonja Lehnert

Die Streikenden forderten: „Ein Tarif für alle!“ Letztendlich gaben die Verleger nun ihren Widerstand auf. Der Protest der Journalisten war erfolgreich. 

Die Tarifverträge für Journalisten an Tageszeitungen gelten nun auch rückwirkend ab 1. Mai für die Journalisten an den genannten Tageszeitungen. Im ersten Schritt wird das Gehalt um 2,5 Prozent angehoben. Im nächsten Jahr gibt es eine weitere Gehaltserhöhung um 1,5 Prozent. Wie auch in Niedersachsen werden die Jahreseinkommen in zwei Schritten auf 13,5 Monatsgehälter abgesenkt. Um das Verhandlungsergebnis in den Betrieben abzustimmen, werden die Arbeitskampfmaßnahmen unterbrochen.

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring begrüßte das Verhandlungsergebnis: „Es ist den Streiks der Kolleginnen und Kollegen im hohen Norden zu verdanken, dass die Nord-Verleger auf den Bundesabschluss vom April eingeschwenkt sind.“ Über das Resultat müssen jetzt die DJV-Gremien entscheiden. Erst nach deren Zustimmung ist das Verhandlungsergebnis als ein Abschluss zu werten. zoe

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