Keine Vollredaktion mehr beim „Hanauer Anzeiger"

Wiesbaden, 20.01.2015 - Die „Hanauer Anzeiger GmbH & Co KG" schrumpft. Wie heute bekannt wurde, verliert der Verlag seine und Deutschland damit die älteste noch bestehende Vollredaktion, die 1725 gegründet wurde und im Familienbesitz ist.

Verleger Thomas Bauer will sich zukünftig nur noch auf das lokale Geschehen konzentrieren, denn „mit den so gegebenenfalls frei werdenden personellen Ressourcen will der Hanauer Anzeiger seinen Lokalteil stärken und weiter ausbauen," heißt es in der offiziellen Meldung des Verlags.

Was als sicher gelten kann ist, dass zukünftig die „Offenbach Post“ von Verleger Dirk Ippen den Mantel liefert und zukünftigt auch das Blatt in der Druckerei der „Offenbach-Post“ gedruckt wird. Seitens der Verlagsleitung heißt es, man habe entschieden,„Verhandlungen mit dem Ziel zu führen, den Mantelteil künftig nicht mehr selbst zu produzieren, sondern zuzukaufen."

Hans U. Heuser, Erster Vorsitzender des DJV Hessen, bedauert die Entwicklung und warnt: „Die Aufgabe der Vollredaktion beim „Hanauer Anzeiger" ist ein weiteres trauriges Beispiel für die Verarmung der hessischen Medien-Landschaft. Damit geht ein weiterer Teil journalistischer Vielfalt verloren. Eine Tatsache, die der Demokratie nicht gut tut. Der DJV Hessen appelliert  an die Verantwortlichen, alles zu tun, um personelle Einschnitte in der Redaktion unbedingt zu vermeiden."

Von den Veränderungen sind ebenfalls betroffen der eigenständige „Maintal Tagesanzeiger" sowie das Kopfblatt „Langenselbolder Zeitung".

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