Beim letzten Herbstforum der Initiative Qualität im Journalismus 2013 mit dem Schwerpunkt „Ausbildung“ wurde den IQ-Partnern nahe gelegt, Ausbilder und Wissenschaftler an einen Runden Tisch zu bringen, um Ideen für mehr Kooperation und Koordination in der Journalistenausbildung auszutauschen. Am 3. März 2015 fand bei der Deutschen Welle in Bonn die Ausbildungskonferenz statt, bei der – auf der Basis der beim Herbstforum erarbeiteten Analyse der Journalistenausbildung – neue Ausbildungsideen vorgestellt wurden. Schulen, Hochschulen, Volontariat und Praktika waren vertreten. Prof. Dr. Beatrice Dernbach, Technische Hochschule Nürnberg, und Prof. Dr. Klaus Meier, Katholische Universität Eichstätt, die seit langem einen Runden Tisch der Ausbilder fordern, stellten die Ergebnisse ihrer aktuellen Umfrage: „Volontariate im Blick“ vor.
Der Trend richte sich nach „alten Werten und neuen Kompetenzen“. Aber es sind auch neue Werte wie „Transparenz und Dialog“, die Ausbilder und Auszubildende beschäftigten. Die Kernbereiche des Wandels finden sich in der Transformation der alten Medien in die digitale Welt, in „Crossmedia“, wieder. Ressortübergreifend sei eine breite Allgemeinbildung und Querschnittswissen in Verbindung mit Qualitätsbewusstsein gefragt - und natürlich grundlegend eine hohe Technikaffinität.
Das, nur im Auszug, soll geleistet werden mit einem Ausbildungstarifvertrag, der von 1990 stammt, als kaum eine/r der Auszubildenden geboren war? Treffend erfasste Kathrin Konyen, DJV-Bundesvorstand und FA Junge, die Lage, dass das ein Dilemma des Volontariats sei, indem die Anforderungen an die Auszubildenden steige, die Allgemeinbildung aber sinke. Konsenz der Umfrage war, dass Volos in ihrem Unternehmen spezialisiert, nicht generalisiert werden müssten.
Eine Dokumentation der Umfrage wird von IQ erstellt.
Beim Blick auf die Ausbildungsstätten,
- integrierte Volontariate an Hochschulen
- Forschungs- und (Weiter)Bildungsmodelle
- Schulen und Akademien
- Volontariate
ist die Bandbreite vorhanden, dass NachwuchsjournalistInnen individuell nach ihren Bedürfnissen auswählen können. Es bleibt dennoch ein Maß an Unsicherheit, denn eine solide Ausbildung ist noch keine Garantie für einen sicheren Arbeitsplatz. Diese Perspektive wünschen sich aber alle Auszubildenden.



