Eine Umfrage des DJV hatte zuvor ergeben, dass es in mehreren Bundesländern Probleme für Journalistinnen und Journalisten gibt, die die Unterkünfte betreten und dort recherchieren wollten. „Die Berichterstattung der Medien darf nicht auf Ereignisse außerhalb der Unterkünfte beschränkt werden, wie zuletzt etwa in Heidenau“, sagte Konken. Die Öffentlichkeit wolle wissen, wie die Flüchtlinge untergebracht seien, wie sie lebten, welche Erlebnisse sie hätten. Das sei nur möglich, wenn Journalisten mit den Flüchtlingen sprechen und sie in ihrem Heimalltag beobachten könnten.
Der DJV-Vorsitzende stellte klar, dass Journalisten die Privatsphäre der Flüchtlinge zu beachten hätten: „Es geht nicht darum, die Menschen mit Mikrofon und Kamera zu bedrängen, sondern mit ihnen zu sprechen, wenn sie dazu bereit sind.“ Das sei aber nur möglich, wenn die Journalisten die Unterkünfte betreten könnten. Länder und Kommunen als Betreiber der Heime seien in der Pflicht, Berichterstattung zu ermöglichen, statt sie zu verhindern. zoe
Zum Foto: André Hirtz, Darmstadt, erhielt mit seinem Foto „Farben der Hoffnung", den 1. Preis der Kategorie „Kultur & Gesellschaft" des Wettbewerbs PresseFoto Hessen-Thüringen 2014.
Motivbeschreibung: Stadtteilfest im Südhessischen Darmstadt-Kranichstein. Hier ist im multikulturellen Einzugsgebiet Einwanderermädchen Rija zu sehen. Für einen Augenblick stand sie außerhalb jeglicher Probleme. Ihre bunte Riesenseifenblase ist Symbolträger der Hoffnung aller Migranten auf ein besseres Leben.
PresseFoto Hessen-Thüringen 2015: Berwerbungsschluss, um Fotos für den Wettbewerb 2015 einzureichen, ist der 29. September 2015.

