Reportagen, Moderationen, Interviews führen oder Videos drehen. Junge Journalisten machen in der Hörfunkschule Frankfurt ihr eigenes Radioprogramm. Das erfordert viel Engagement, bringt aber auch jede Menge Spaß und tolle Erfahrungswerte. Vom 10.08.-28.08.2016 sendeten hier junge Radiomacher ihr eigenes Radioprogramm.
Das eigene Radioprogramm machen – ein Traum vieler Radiomacher und angehender Journalisten. In Frankfurt geht er in Erfüllung: in der Hörfunkschule der evangelischen Medienhaus GmbH. Rund 40 journalistische Talente arbeiten zweieinhalb Wochen an einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Radioprogramm. Dabei ist der Alltag für die Teilnehmer genauso wie im normalen Hörfunk.
„Wir leben hier in unserer eigenen kleinen Redaktionswelt“, erzählt Simone Matheis, Moderatorin der Morning-Show. „Ich fahre morgens um 4 Uhr nach Frankfurt, damit Simon und ich pünktlich um 6 Uhr mit der Morning-Show starten und unsere Hörer begrüßen können.“ So viel Einsatz wird belohnt: Mit jeder Menge Erfahrung, Spaß und neuen Kontakten im Medienbereich.
Teamarbeit ist das Wichtigste
Die jungen Journalisten arbeiten in fünf verschiedenen Redaktionen. Die Redaktionen beliefern die insgesamt elf Sendungen mit Themen. Teamarbeit ist hierbei das Wichtigste. „Wenn wir hier nicht alle gemeinsam an einem Strang ziehen, haben wir keine Chance, ein super Radioprogramm auf die Beine zu stellen“, weiß Lorenzo Rendon-Valencia, Leiter der Kulturredaktion und Moderator der Kultursendung.
Gerade die multimediale Umsetzung einzelner Themen verdeutlicht den Ablauf in einer richtigen Redaktion. „Themen, die für die Ohren der Hörer gemacht werden auch bildlich umsetzen zu können, das ist eine echte Herausforderung. Das macht aber gleichzeitig auch super viel Spaß“, erzählt Tristan Fauth, Videojournalist bei LUX-Radio.
Einmaliges Angebot in Deutschland
„Ich glaube, nirgends kann in so einer kurzen Zeit so viel Praxiserfahrung gesammelt werden wie hier“, erklärt Miriam Bott, Nachrichtensprecherin bei LUX-Radio. „Nachrichten schreiben, on Air präsentieren und das alles unter Zeitdruck. Das ist eine ziemliche Herausforderung und kann sehr stressig werden. Aber nur so lerne ich was“, sagt die 22-Jährige lachend.
Gerade diese Erfahrungswerte können später sehr wichtig sein. Das Projekt ist Teil der Sommerakademie der Hörfunkschule Frankfurt – die jungen Teilnehmer werden in Workshops an Wochenenden auf ihren Einsatz im Sommer vorbereitet. „Das Projekt ist einmalig in Deutschland. Die Teilnehmer lernen hier so viel. Damit legen sie auch wichtige Grundsteine für ihre spätere journalistische Karriere“, weiß Charlotte Mattes, Chefin vom Dienst bei LUX-Radio.
Sommerakademie 2017 – Radio, Fernsehen und Internet
Radio, Fernsehen oder Online-Journalismus – bei der Sommerakademie findet jeder einen passenden Job, den er zwei Wochen lang in einer professionellen Redaktion ausprobieren kann. „Wir knüpfen ganz individuell an den Vorerfahrungen unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer an“ – berichtet Chefredakteur Andreas Fauth, Leiter der Hörfunkschule Frankfurt – mitmachen kann jeder, ob mit oder noch gänzlich ohne Erfahrung, die Sommerakademie bietet für jeden seinen persönlichen nächsten Schritt in die Medien. An vier Samstagen von Januar bis Juli bereiten die Teilnehmer der Sommerakademie ihre Praxisredaktion in den Ferien vor: Vier Workshops bieten die Basics in Radio, TV- und Onlinejournalismus – jeder setzt seine ganz persönlichen Schwerpunkte. Sei es auf Moderation vor der Kamera oder im Studio, Produktion von Radio- und TV-Beiträgen oder auf Konzepte für ein professionelles Social-Media-Management. Lea Biskup
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.hoerfunkschule-frankfurt.de



