Der Verlag Weidenbach werde für die nächsten zumindest acht Jahre weiter am bisherigen Standort Dillenburg bestehen bleiben, bestätigte der bisherige Geschäftsführende Gesellschafter, Martin Simon. „Unsere Redakteure werden nach Tarif bezahlt, es hat und es wird keine Massenentlassungen geben," fuhr er fort. Für beide Betriebe sei es die beste Entscheidung, überleben zu können.
Der Vorsitzende des DJV Hessen, Ulrich Heuser, kritisierte scharf, dass sich damit die traurige Serie des Verlagssterbens fortsetzte. „So verschwindet scheibchenweise die Zeitungsvielfalt auch in den Lokalredaktionen der Region." Es bleibe zu hoffen, dass die Geschäftsführer Wort hielten und kein weiterer Personalabbau folge, fuhr Heuser fort.
Vor einem Jahr hat das bis dahin tarifgebundene Unternehmen Wetzlardruck GmbH seine Mitgliedschaft beim Verband Hessischer Zeitungsverleger e.V. und dem Verband Druck und Medien Hessen in eine OT-Mitgliedschaft geändert. Ob sich die Tarifflucht jetzt auch auf den Verlag E. Weidenbach ausdehnt, konnte zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfragt werden.
