Den „kränkelnden“ Journalismus als Krise oder aber als Neubeginn zu begreifen, war der Anstoß für eine konstruktive Diskussion, den der Vorsitzende des DJV Landesverbands Hessen, Ulrich Heuser, mit seiner Begrüßungsrede gab. Er sprach die gegenwärtige Situation in den Medienunternehmen an, u.a. auch das jüngste Beispiel der Pressekonzentration, die zum 1. Juli bei der Verlagsgruppe Lahn Dill umgesetzt werden wird. „Vor allem im Regionalen, so steht zu befürchten, wird die Zeitungsvielfalt weiter abnehmen,“ sagte der Vorsitzende.
Katrin Kroemer, Schatzmeisterin im Bundesvorstand, trug Wesentliches zur Diskussion bei, als sie Punkte des Finanz-Berichts von Dr. Gabriela Blumschein, Schatzmeisterin DJV Hessen, aufgriff. Zuvor schon hatte Dr. Blumschein auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, dass auch seitens des Bundesverbandes dringende Sparmaßnahmen ergriffen werden müssen. Doppelte Kosten entstünden zum Beispiel mit den beiden Geschäftsstellen in Bonn und Berlin. Die Durchführung von Großveranstaltungen, die personelle Situation des Bundes, sowie die internationale Zusammenarbeit müsse überdacht werden und ausstehende Zahlungen eingefordert werden. Katrin Kroemer bestätigte, „dass das alles auf den Prüfstand gehöre.“
Sie sprach auch an, dass die von Heuser erwähnte Bewährungsprobe für den Journalismus ebenfalls eine Bewährungsprobe für den DJV sei. „Wir treten auch für unsere eigene Existenzberechtigung ein,“ sagte sie. Ausgaben und Einnahmen auf der einen Seite, inhaltliche Schwerpunkte und zukunftsfähige Strukturen auf der anderen Seite seien zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang stellte Vorsitzender Heuser den Antrag, die Kommission „Medienzukunft“ im Landesverband zu bilden. Dieser Antrag wurde angenommen.
Weitere Anträge bezüglich einer wieder autorisierten Ausgabe von Presseausweisen, der weiteren internationalen Arbeit in Gremien auf Landesebene, der Zurückweisung des Einmischens der KEF in die Tarifhoheit und die Prüfung der Satzungsänderung bezüglich einer Änderung der Zeit- und Wahlperioden für Verbandstage und den Landesvorstand auf jedes zweite Jahr bzw. die Amtszeit auf vier Jahre zu verlängern wurden angenommen.
Fotogalerie: Verbandstag 25. Juni 2016, Maritim Frankfurt a.M.
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| Fotos: Sonja Lehnert |

























