Nachdem die Verleger vor zwei Wochen in Düsseldorf nur ein minimal verbessertes Angebot vorgelegt hatten, fordert der Deutsche Journalisten-Verband den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf, nun endlich angemessen nachzubessern.
„Die Zeit der Trippelschritte und Minimalbewegung sollte nun endlich vorbei sein. Wir fordern den BDZV auf, die Anhebung der Gehälter und Honorare konkret zu beziffern und im Wert über dem Abschluss, der in der Druckindustrie erzielt worden ist, zu platzieren. Für die geforderte Laufzeit muss es zudem einen Risikoaufschlag geben“, sagte Verhandlungsführer Kajo Döhring.
Bei dem letzten Angebot der Verleger war von einer 36-monatigen Laufzeit die Rede, die jedoch nur ein 4%iges Volumen beinhaltete. „Das ist für uns so nicht annehmbar. Wenn der BDZV eine so lange Laufzeit planen möchte, dann muss das angebotene Volumen deutlich über den jetzt genannten vier Prozent liegen“, so Döhring. „Ansonsten sind 36 Monate Laufzeit mit uns nicht zu machen“.
Begleitend zu den Tarifverhandlungen sind bereits heute in einigen Bundesländern erneut Warnstreiks gestartet, die auf die Situation der Redakteure an Tageszeitungen aufmerksam machen wollen.
Aus Hessen sind die Kolleginnen und Kollegen aus Frankfurt (Frankfurter Neue Presse) und aus Darmstadt (Darmstädter Echo) nach Ulm aufgebrochen, um dort die baden-württembergischen Kolleginnen und Kollegen beim Warnstreik zu unterstützen.
Die fünfte Tarifrunde Tageszeitungen findet am Mittwoch, 29. Juni 2016, 12 Uhr, in Berlin statt.
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Die Redakteurinnen und Redakteure ziehen mit Unterstützung der hessischen Kolleginnen und Kollegen durch Ulm. Sie wollen damit auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass die Verleger nicht bereit sind, ihre Arbeit angemesen zu honorieren. Fotos: Hans Dieter Erlenbach |






