Freie und unabhängige Berichterstattung

Wiesbaden, 11. Juli 2016 - Die Landesverbände des Deutschen Journalistenverbandes Hessen und Rheinland-Pfalz protestieren gegen Vorstellungen des Deutsch Islamischen Vereinsverbandes Rhein-Main (DIV).

Der DIV hege offenbar völlig falsche Vorstellungen über die Aufgaben der Rundfunkräte in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Das sagten heute morgen der Vorsitzende des DJV-Hessen, Hans U. Heuser und die Vorsitzende des DJV Rheinland-Pfalz Andrea Wohlfart.

Hintergrund ist eine Meldung auf der Internetseite des DIV, in dem dieser ein zweifelhaftes Verständnis über eine ihn betreffende Berichterstattung der Sender offenbart. Die Forderung des DIV nach einem „Mitspracherecht“ in den Beiräten des öffentlich rechtlichen Rundfunks damit zu begründen, dass „bei einigen kritisch berichtenden Medienvertretern die Erkenntnis noch heranreifen müsse, insoweit sie im Gegensatz zur Politik die Gründe der Radikalisierung von Menschen muslimischen Glaubens nicht erkannt hätten“, könne durchaus als eine subtile Ablehnung rechtstaatlicher Werte bzw. einer freien und unabhängigen Berichterstattung verstanden werden, so Heuser und Wohlfart.

Nach Auffassung der DJV Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz ist das Ansinnen des Deutsch Islamischen Vereinsverbandes Rhein-Main strikt abzulehnen. Mitglieder des Rundfunkrates vertreten die Allgemeinheit und sind namentlich nicht Vertreter einer Konfession. Daher hat der DIV zu akzeptieren, mit der von ihm angestrebten Mitgliedschaft in Rundfunkräten eine in diesem Land rund um den Islam kritische Berichterstattung und die notwendige Auseinandersetzung mit damit zusammenhängenden gesellschaftspolitischen Themen nicht verhindern zu können. wf


DJV Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz

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