Vor allem freie Journalisten würden in einigen Verlagen „ausgebeutet bis zur Erniedrigung“. Mit Dumpinglöhnen verlören die Verlage den Wettkampf um die besten Köpfe. Zudem verwahrte sich der DJV-Bundesvorsitzende gegen Forderungen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen.
In einer Podiumsdiskussion sprachen sich Siegfried Weischenberg, Ingrid Brodnik und Horst Röper für eine „Kultur der Medienkritik“ aus. Wer im Internet Meinung verbreite, müsse dazu mit seinem Namen stehen. Weischenberg betonte im Zusammenhang mit der Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, nicht dieser sei die Konkurrenz für die Verlage, sondern Internetkonzerne wie Google und Facebook. Röper befürchtet in Deutschland einen deutlichen Verlust der Meinungsvielfalt durch immer mehr Konzentration auf dem Zeitungsmarkt. Schon heute würden die zehn größten Verlage sechzig Prozent aller Zeitungen herausgeben. „Damit bleibt die Vielfalt immer mehr auf der Strecke."
Heute wird der Verbandstag mit der Beratung zahlreicher Anträge und der Neuwahl des Bundesvorstandes fortgesetzt.
Text und Fotos: Hans Dieter Erlenbach



