Fast 50 Gäste hatten sich am 1. Juni ab 17 Uhr in den Räumen des über 200 Jahre alten Erbprinzenpalais in der Wilhelmstraße eingefunden. Begrüßt vom Hausherrn Dr. Christian Gastl und dem 2. Vorsitzenden des DJV Landesverbandes Hessen konnten sich die Anwesenden auf einen inspirierenden Rundgang durch die Ausstellung einstimmmen. Dr. Christian Gastl sprach den Stellenwert eines Fotos an, das gerade in einer Nachricht den Informationswert ausmache. „Schließlich lässt sich nicht rütteln an dem Fakt, dass Fotos viel schneller erfasst werden und auch viel länger im Gedächtnis bleiben.", sagte er. Knud Zilian ergänzte Gastls Ausführungen des Betrachters eines Fotos mit den Hintergründen, die aktuell Fotografinnen und Fotografen betreffen. Schwierig seien die Verdienstmöglichkeiten aber auch die Arbeitsbedingungen der Fotojournalistinnen und -journalisten. Redaktionen sparten Stellen ein - gerade bei Fotografinnen und Fotografen - und darüber hinaus käme es nicht selten vor, dass Reporter bei Außenterminen beschimpft, ja sogar tätlich angegriffen würden. Zilian betonte besonders an den Beispielen von Deniz Yücel, des Korrespondenten der Zeitung „Die Welt" und Mesale Tolu, einer deutschen Journalistin, die beide in der Türkei in Haft sind, die Solidarität mit allen inhaftierten und verfolgten Journalsitinnen und Journalisten.
Das Grußwort sprach Stadtrat Axel Imholz. Mit ihm fügte sich die politische und die gesellschaftskritische Sicht in die Betrachtung der Fotos ein. Fotos seien Zeitzeugen, die die aktuelle Geschichte und aktuelle Strömungen widerspiegelten.
Im Anschluss konnten sich die Gäste ihr eigenes Bild der Pressefotografie machen und ihren Favoriten unter den ausgestellten Fotos wählen.
Die Ausstellung ist bis zum 3. Juli 2017 zu den Öffnungszeiten der IHK Wiesbaden, Wilhelmstraße 24-26 geöffnet. Montag bis Donnerstag 8 bis 17 Uhr, Freitag 8 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss wandert die Ausstellung in die Thüringische Landesvertretung nach Berlin.









