Bei allem Verständnis für Journalistinnen und Journalisten, die in Demonstrationen von Rechtsradikalen undercover arbeiteten, forderte Dippmann: „Wir Journalisten sind die vierte Gewalt. Wir müssen sichtbar sein.“
Einigkeit bestand in einer Podiumsdiskussion zur Berichterstattung über rechte Demonstrationen darin, dass Polizei und Journalisten besser zusammenarbeiten müssen. Social Media-Experten der Leipziger Polizei und des Sächsischen Innenministeriums erklärten, wie sie aktuell über die Einsätze berichteten.
Aus den Schilderungen von Reportern, darunter Marcus Engert vom Portal Buzzfeed, ging hervor, dass es immer schwieriger für Journalisten wird, über Demonstrationen zu berichten.
Entscheidend sei, sich in den aufgeladenen Situationen nicht von den Emotionen mitreißen zu lassen.
Wie können Journalistinnen und Journalisten den Kampf um die Wahrheit in der digitalen Medienwelt gewinnen? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch die Fachtagung Besser Online. Der Medienwissenschaftler Lorenz Lorenz-Meyer aus Darmstadt bezeichnete die gegenwärtige Situation als schwierig, weil Populisten die Werte der Aufklärung unter Beschuss nehmen und damit Erfolg haben.
Als Gegenmaßnahme empfahl er weniger Emotionalisierung des Journalismus. Professionalisierung, Teamwork und Gemeinwohlorientierung müssten die hervorstechenden Eigenschaften von Journalisten sein. Lorenz-Meyer: „Ich empfehle intellektuelle Kühle statt Emotionen.“
An der DJV-Tagung Besser Online nahmen rund 170 Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland teil. Veranstaltet wird die Digitalkonferenz vom DJV-Fachausschuss Online. zoe

