Mika Beuster (Weilburg), mittlerweile DJV-Bundesvorsitzender, und der DJV-Landesvorsitzende Knud Zilian (Frankfurt) hatten das staatliche Handeln mit Hinweis auf die Pressefreiheit scharf kritisiert.
"Und so etwas vor unserer Haustür. Das ist unglaublich, wenn es stimmt", fasste Frank Bugge, Vorsitzender des DJV-Gießen, die Reaktion von Gießener Journalisten aus einer spontanen Online-Konferenz zusammen.
Engagierte Mitglieder wollten Auskunft und Aufklärung aus erster Hand. Sie begrüßen es, dass der Gesprächstermin mit Polizeipräsident Torsten Krückemeier und Mitarbeitenden der Polizei-Pressestellen in Mittelhessen kurzfristig zustande kam. Mit Hinweis auf das laufende Verfahren im "Fall Schaefer" konnte Polizeipräsident Krückemeier nicht auf Details eingehen, steckte aber den rechtlichen Rahmen ab, in dem Polizei und Staatsanwaltschaft zu arbeiten haben und die Ermittlungen laufen.
Gleichzeitig machten die DJV-Vertreter deutlich, wie sie Pressefreiheit definieren, an ihre Arbeit gehen und welche Unterstützung sie sich von der Polizei erhoffen. Über anderthalb Stunden dauerte das intensive Informations- und Hintergrundgespräch. Die Runde kam überein, dass das Treffen der Einstieg in einen regelmäßigen Dialog über das gute Miteinander in der täglichen Medienarbeit von Polizei und Journalisten in Mittelhessen gewesen ist.

